Wenn das Schreiben nicht genug ist …

Für meinen ersten Beitrag habe ich mir etwas überlegt, das mich derzeit fast am meisten beschäftigt.

Wenn ihr diesen Eintrag anklickt, seid ihr entweder selbst Autoren und wollt sehen, ob es anderen ähnlich ergeht, oder ihr seid einfach nur neugierig. In beiden Fällen heiße ich euch herzlich willkommen.

Gehört ihr zu den Erstgenannten, dann wisst ihr, dass ein Buch schreiben noch nicht alles ist. Für alle anderen wäre das Schreiben an sich vermutlich schon genug.

Nachdem ich nun für meinen Erstling länger als die meisten gebraucht habe, weil ich selbst noch in der Entwicklung war, als ich angefangen habe, habe ich diesen Schatz über einige Jahre gehütet, aufgezogen, gehegt und gepflegt. Und ihn vor zwei Tagen an die Agenturen rausgeschickt, um ihn prüfen zu lassen.

»Tja«, werden sich viele denken, »Zwei Tage und dann will sie schon einen Beitrag über das veröffentlichen?« Ja, will sie, kann sie und wird sie. Denn wer ein Buch schreibt, egal wie es sich liest, hat meiner Meinung nach schon Hochachtung verdient. Allein für die Anstrengung, den Fleiß und das Durchhaltevermögen. Doch geht es mir in diesem Beitrag nicht darum, mich und andere, die das geschafft haben, zu beweihräuchern. Nein. Es geht mir darum, über die Gefühle zu sprechen, die man hat, wenn man sein Baby mit der E-Eule auf die weite Reise geschickt hat.

Zuerst empfindet man nämlich ein Gefühl des Stolzes. »Ich hab es geschafft« und »Endlich bin ich fertig« schießen einem da die halbe Nacht durch den Kopf und lassen einen nicht schlafen, weil man eine unglaubliche Leistung vollbracht hat. Man freut sich, endlich fertig zu sein und beginnt mit wachem Geist zu träumen, vom eigenen Buch in Buchhandlungen, auf Amazon und auf diversen Messen. Und wenn man sich gedanklich schon mal so hochgeschaukelt hat, dann kann man ja eigentlich nur mehr – entschuldigt den Ausdruck – auf die Fresse fallen.

»Was, wenn es nicht gut genug ist?«, fragt man sich dann. »Was, wenn es niemand will?« Und dann kommen die Bedenken. »Bin ich denn wahnsinnig, das Manuskript rauszuschicken? Die werden sich einen Ast lachen über meinen lächerlichen Versuch, einen Vertrag zu bekommen!« Da ist sie wieder, die kleine, fiese Stimme, die einen sonst so quält. Sie versucht einem, den eigenen Erfolg klein zu reden. Und das werde ich nicht zulassen. In einigen Wochen werde ich mehr wissen. Und bis dahin beschäftige ich mich so lange mit anderen Projekten, Kostümen, meinem neuen, bereits begonnenen Manuskript und dem Genießen des Sommers. ich bin ja schließlich kein Cyberman. Die gibt’s nämlich gar nicht! So bringe ich die kleine, fiese Stimme zum Schweigen. Und wenn sie gar nicht leise sein will, verfüttere ich sie an die Trolle.

 

Wie sind denn eure Erfahrungen mit dem Warten auf eine Rückmeldung? Wie habt ihr euch gefühlt?

Magische Grüße

C.R.R.Snow

 

 

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